Infoabend „Zukunftsschneiderei“ im Gemeindeamt Atzenbrugg
Am 20. Mai 2026 fand im Gemeindeamt Atzenbrugg der Infoabend zur "Zukunftsschneiderei" statt, zu dem eine erfreulich große Anzahl interessierter Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger gekommen war. Die Auftaktveranstaltung wurde von Bürgermeisterin Beate Jilch sowie der zuständigen Gemeinderätin Martina Draxler eröffnet.
Nach einer Begrüßung präsentierte Hubert Berg (Dorf und Stadterneuerung) einen allgemeinen Überblick über den aktuellen Ist-Zustand in verschiedenen Themenbereichen. Dabei wurde insbesondere die gute geografische Lage Atzenbruggs und die Nähe zum Bahnhof Tullnerfeld hervorgehoben, welche die Marktgemeinde als attraktiven Lebensmittelpunkt etabliert haben.
Ein weiterer wichtiger Programmpunkt war der Hinweis auf den bis zum 21. Juni 2026 offenen Online-Fragebogen. Dieser kann anonym ausgefüllt werden und erfragt neben persönlichen Angaben wie Alter, Wohnort und Geschlecht drei zentrale Fragen, deren Beantwortung wertvolle Rückmeldungen liefert. Die Auswertung erfolgt durch die Dorf- und Stadterneuerung. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu dienen, Schwerpunkte für die zukünftige Entwicklung des Ortskerns sowie für ein gutes gemeinschaftliches Zusammenleben zu setzen.
Im Anschluss arbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Gruppen an sechs Schwerpunktthemen, die jeweils von Expertinnen und Experten der Dorf- und Stadterneuerung betreut wurden:
- **Gewerbe und Wirtschaft** (Betreuung: Peter Sigmund)
Hier konnten erfreuliche Ergebnisse bei Betriebsansiedelungen verzeichnet werden. Dennoch besteht Nachholbedarf im Bereich Gastronomie, da unter anderem das Gasthaus in Heiligeneich nicht mehr geöffnet ist.
- **Umwelt, Nachhaltigkeit und Klima** (Betreuung: Julia Brandl)
In diesem Bereich wurde der Wunsch nach einer besseren Vereinbarkeit von Landwirtschaft und Naturschutz, Entsiegelung von Flächen, mehr Begrünung …wobei noch Potenzial für Verbesserungen erkannt wurde.
- **Mobilität und Verkehr** (Betreuung: Waltraud Wagner)
Es zeigten sich vielfältige Herausforderungen, darunter der Ausbau des Radwegenetzes und die Verbesserung der Sicherheit für Schulkinder. - hier wird ein Folgetermin mit Frau Wagner vereinbart.
- **Ortskern und Siedlungsentwicklung** (Betreuung: Hubert Berg)
Die Teilnehmer sprachen sich für ein langsames geplantes Wachstum aus. Zugleich sollen Leerstände im Ortskern belebt werden, um die Attraktivität zu steigern.
- **Kultur, Freizeit und Naherholung** (Betreuung: Vizebürgermeister Franz Buchberger)
Obwohl bereits viel unternommen wurde, wurde der Wunsch nach einer vielfältigeren Gestaltung des Freizeitangebots geäußert.
- **Gemeinschaft, Soziales und Generationen** (Betreuung: Gemeinderätin Martina Draxler)
Hier bestehen bereits zahlreiche Angebote. Dennoch wurden Wünsche vor allem in Bezug auf ältere und jüngere Bürgerinnen und Bürger formuliert, insbesondere im Zusammenhang mit leistbarem Wohnen.
Im abschließenden Austausch wurden alle Ergebnisse diskutiert und zahlreiche neue Ideen für die Zukunft entwickelt. Ziel ist es, auf Basis dieses gesammelten Materials ein Leitbild für die Gemeinde Atzenbrugg zu erstellen, das als Orientierung für die kommenden Jahre dient.
Viele der Anwesenden äußerten ihre Bereitschaft, auch am "Ersten Workshop der Zukunftsschneiderei" am 17. Juni 2026 im Rathaus teilzunehmen, um die Arbeit weiter voranzutreiben. Bürgerinnen und Bürger, welche sich erst jetzt von dem Projekt angesprochen fühlen, sind gerne nach wie vor zur Mitarbeit am ´17.6.2026 eingeladen.
Die Gemeinde bedankt sich herzlich bei allen Mitwirkenden für das engagierte Mitarbeiten und freut sich auf einen konstruktiven Dialog für eine lebenswerte Zukunft in Atzenbrugg.
Fotogalerie: Zukunftsschneiderei 1
zurück