Hochwasserschutz Perschling: Aktueller Projektstand zum Ausbau
Der Wasserverband "Perschling-Unterlauf" hat sich kürzlich mit dem aktuellen Stand des Projekts zum Ausbau des Perschling-Hochwasserschutzes befasst und dabei die nächsten anstehenden Schritte skizziert: Auf die Genehmigung des Grundkonzepts folgt nun die darauf aufbauende Detailplanung.
Abschnitt Atzenbrugg - Mündung:
Vorarbeiten abgeschlossen - Ausführungsvorbereitung in Bearbeitung
Die Vorarbeiten für das wasser- und naturschutzrechtlich bewilligte Hochwasserschutzprojekt zwischen Atzenbrugg und der Mündung in die Donau sind nunmehr abgeschlossen. Diese umfassten geotechnische Untersuchungen und Vermessungen. Somit ist nun die aktuelle Beschaffenheit der bestehenden Dämme nach dem Hochwasserereignis September 2024 erfasst.
Auf Basis dieser Vorarbeiten wurden nun durch die Projektsteuerung (Büro Rohrhofer ZT GmbH) die Planungsleistungen für die Ausführungsvorbereitung ausgeschrieben - konkret die Detailplanung. Parallel dazu wird die Einreichung beim Bund vorbereitet. Diese Schritte sollen bis August erfolgen und bilden die Grundlage für die dann folgende Ausschreibung der Erd- und Baumeisterarbeiten.
Abschnitt Weißenkirchen - Atzenbrugg: Stand der generellen Planungen
Für den Abschnitt zwischen Weißenkirchen und Atzenbrugg wurde in der Verbandssitzung im November 2025 der Start für die generelle Planung eines neuen Hochwasserschutzprojekts beschlossen. Zentrale Bestandteile sind die Evaluierung des Projektvorschlags aus 2012 sowie die Gefahrenzonenplanung, an der seit Sommer 2025 gearbeitet wird. Diese übergeordneten Planungen sind Voraussetzung für ein förderfähiges Hochwasserschutzprojekt gemäß Wasserbautenförderungsgesetz.
Oberlauf der Perschling:
Land NÖ erarbeitet Gefahrenzonenplanung
Dieser Bereich fällt nicht in die Zuständigkeit des Wasserverbandes "Perschling Unterlauf". Hier hat das Land Niederösterreich im Sommer 2025 für das gesamte Einzugsgebiet der Perschling eine Gefahrenzonenplanung gestartet. Diese bildet einen wesentlichen Baustein, um Risiken im gesamten Flusssystem einheitlich zu erfassen und langfristig abgestimmte Schutzmaßnahmen zu ermöglichen und ist auch aufgrund neu aktualisierter Förderbestimmungen des Bundes als übergeordnete Planung Voraussetzung für zukünftige förderfähige Hochwasserschutzprojekte.
Abschließend wird betont, dass alle Beteiligten intensiv am weiteren Ausbau des Perschling-Hochwasserschutzes arbeiten. Auch wenn einzelne Schritte Zeit in Anspruch nehmen, werden alle notwendigen Planungen, Abstimmungen und Verfahren so rasch wie möglich vorangetrieben, um die Umsetzung der Schutzmaßnahmen zügig voranzubringen und die Sicherheit für die Bevölkerung spürbar zu erhöhen.
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