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Gemeinde-News

Psychologische Tipps für den Umgang mit Arbeitslosigkeit



Lisa-Maria Hasenhindl ist NÖN Mitarbeiterin und hauptberuflich Klinische Psychologin. Sie gibt Informationen ihres Berufsverbandes "Berufsverband Österreichischer Psychologinnen (BOP)" weiter.

Die Corona-Pandemie hat dramatische Auswirkungen auf die Wirtschaftslage und somit auf das Leben der Menschen in Österreich. Die Arbeitslosenzahlen haben aktuell einen historischen Höchststand erreicht. Trotz der finanziellen Unterstützung seitens der österreichischen Bundesregierung stellen sich die finanzielle Absicherung und der ungewissen Ausblick auf die Arbeitssituation nach der Krise als massive Belastungen dar. Arbeitslosigkeit hat nachweislich schwerwiegende Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die psychische Gesundheit. Sie führt zu vermehrten Stress und Hilflosigkeit. Der Berufsverband Österreichischer Psychologinnen (BÖP) hat folgende Empfehlungen zusammengestellt, um zu zeigen, wie man mit Unsicherheiten und Belastungen in der derzeitigen Situation bestmöglich umgehen kann.

1. Halten Sie eine reguläre Tagesstruktur aufrecht
Struktur und Rituale geben Sicherheit und Halt in Stresssituationen. Stehen Sie morgens wie immer auf, ziehen Sie sich an, halten Sie Essens- und Schlafenszeiten ein. Nehmen Sie die Auseinandersetzung mit der beruflichen Zukunft, z.B. Recherche, in ihre tägliche Tagesordnung auf.

2. Lassen Sie Ihre Gefühle zu
Arbeitslosigkeit kann jeden treffen und gehört bei den meisten Menschen zum beruflichen Werdegang dazu. Gefühle von Angst, Hilflosigkeit, Trauer oder auch Scham sind ganz normale Begleiterscheinungen der Arbeitslosigkeit. Diese gehen an niemandem spurlos vorüber und ist auch unabhängig von der Arbeitsbranche. Sprechen Sie offen über Ihre Gefühle und verdrängen sie diese nicht.

3. Nehmen Sie die außergewöhnliche Situation wahr
Hunderttausende Menschen haben trotz sehr guter Arbeit, ihren Job verloren. Diese spezielle Situation ist plötzlich und von außen, durch die Pandemie bedingt, herbeigeführt worden. Eine der größten Herausforderungen ist es, diese Zeit der Unsicherheit bis zum Ende der Corona-Pandemie auszuharren. Rufen Sie sich in Erinnerung, dass die Krise unweigerlich vorübergehen wird und anschließend Maßnahmen gesetzt werden, um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen.

4. Informieren Sie sich
Besonders belastend sind für viele Menschen der Kontrollverlust und die oft empfundene Hilflosigkeit. Daher ist es besonders wichtig, im Rahmen der Möglichkeiten aktiv zu werden. Informieren Sie sich über die Maßnahmenpakete der Regierung und welche Förderungen angeboten werden. Nutzen Sie Angebote für Fortbildungen und ziehen Sie sich nicht zurück. Hin und wieder ergeben sich Gelegenheiten, die Sie vielleicht vorher gar nicht in Betracht gezogen hätten.

5. Seien Sie offen für Neues
In jeder Krise steckt auch eine Chance. Überdenken Sie Ihre bisherige Arbeitssituation: Was hat Ihnen gefallen, was hat Ihnen gefehlt? Wie könnten Sie die Arbeit zukünftig gestalten? Machen Sie eine Liste, in die Sie Ihre Stärken eintragen. Überlegen Sie, wie Sie diese zukünftig in der Arbeit einsetzen könnten. Was würden Sie gerne machen? Vielleicht kam Ihnen schon vorher der Gedanke, sich beruflich zu verändern. Nützen Sie die Zeit, sich zu überlegen, welche Ausbildungen oder Umschulungen Sie interessieren würden. Überarbeiten bzw. erarbeiten Sie Ihr Jobprofil.

6. Tun Sie sich etwas Gutes
Machen Sie bewusst einmal am Tag etwas, das Sie gerne tun und das Ihnen gut tut. Dies können Kleinigkeiten sein. Manche Menschen führen beispielsweise gerne eine Entspannungsübung durch (es gibt zahlreiche Anleitungen im Internet), setzen Sie sich an einen sonnigen Platz in der Wohnung, oder kochen Sie ihr Lieblingsessen. Es ist wichtig für den Selbstwert, sich regelmäßig selbst zu verwöhnen! Sie können auch Menschen anrufen, mit denen Sie schon länger keinen Kontakt gehabt haben, weil Sie aufgrund der Arbeit keine Zeit dazu hatten.

7. Vertrauen Sie auf Ihre Erfahrungen
Manchen Menschen hilft es, sich ihrer ganz persönlichen Stärken bewusst zu werden und darauf zurückzublicken, wie Sie in der Vergangenheit mit herausfordernden Situationen umgegangen sind. Erinnern Sie sich an schwierige Lebenssituationen, die sie bewältigt haben, wie Sie es geschafft haben, weiterzumachen und das Beste aus Herausforderungen zu ziehen. Dies kann das Vertrauen in Ihre Fähigkeiten stärken und auch dabei helfen, diese schwierige Situation gut zu überstehen.

8. Holen Sie sich rechtzeitig Hilfe
Sollten Sie starke Existenzängste haben, massive psychosoziale Belastungen verspüren oder nicht mehr aus dem Grübeln herauskommen, dann zögern Sie nicht, sich rechtzeitig Hilfe zu holen. Diese finden Sie bei Arbeits- und OrganisationspsychologInnen, Klinischen PsychologInnen, die jetzt auch Online-Beratungen anbieten und diversen Hotlines. Weitere Informationen und FachexpertInnen dazu finden Sie auf www.psychologiehilft.at und www.psychnet.at.

Atzenbrugg, 16.6.2020/Dop


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